Lieblingsbuch des Monats
Die beste Lektüre für inspirierende Stunden: Hier stellen wir Ihnen regelmäßig Bücher vor, die spannend, unterhaltsam oder informativ sind. Viel Spaß beim Lesen!
Die Buchhandlung der Exilanten
Paris 1940: Zwei Buchhändlerinnen, Adrienne Monnier und Sylvia Beach, trotzen der deutschen Besatzung. Ihre Buchhandlungen werden zu Zufluchtsstätten und Orten des Widerstands.
„Die Buchhandlung der Exilanten“ führt in das von der deutschen Besatzung gezeichnete Paris der Vierzigerjahre. Im Zentrum stehen zwei außergewöhnliche Frauen: Adrienne Monnier, die visionäre Gründerin der Buchhandlung „La Maison des Amis des Livres“, und ihre Lebensgefährtin Sylvia Beach, Inhaberin der benachbarten Buchhandlung „Shakespeare and Company“. Uwe Neumahr erzählt von den aufsehenerregenden Anfängen von Adrienne und Sylvia in den Zwischenkriegsjahren, als ihre Buchhandlungen zu pulsierenden kulturellen Zentren wurden, wo sich Schriftsteller, Künstler und Intellektuelle trafen. Parallel dazu erleben wir Paris nach dem Einmarsch der Deutschen und verfolgen die zunehmenden Bedrohungen durch die Besatzung. Während Adrienne und Sylvia deutsch-jüdischen Exilanten helfen, geraten auch sie immer mehr unter Druck. Uwe Neumahrs Buch ist eine Hommage an den unerschütterlichen Mut zweier Frauen in dunkelsten Zeiten.
Mehr Lieblingsbücher
Lázár
Nelio Biedermann erzählt die Geschichte einer ungarischen Adelsfamilie – ein Roman wie eine Welt, so farbig, sinnlich, traurig und schön wie das Leben selbst.
Mit Lajos von Lázárs Geburt bricht das 20. Jahrhundert an, das das alte Leben der Familie im südlichen Ungarn für immer verändern wird. Alle spüren das Beben der Zeit.Als Lajos in den zwanziger Jahren sein Erbe antritt, scheint der alte Glanz noch einmal aufzublühen. Doch seine Kinder müssen erleben, wie totalitäre Zeiten ihre wuchtigen Schatten werfen – und lernen, gegen sie zu bestehen.
Frauen im Sanatorium
Über Menschen, die das Glück suchen, ohne es wirklich finden zu wollen. Von Fremden und Verlorenen, von Rollen und Erwartungen, und immer wieder von der Kraft des Erzählens und der Liebe.
Anna wollte nicht mehr. Und jetzt ist sie in einem Sanatorium. Dort trifft sie auf drei sehr unterschiedliche Frauen und ihre Geschichten. Und dann ist da noch Pepik, der blasse Flamingo aus dem Kurpark, dem Anna von ihrer Emigration erzählt. Vor allem aber spricht Anna mit Pepik tagtäglich über die Liebe. Denn Liebe gibt es überall, gerade und sogar an einem derart deprimierenden Ort wie einer Klinik.
Anna oder: Was von einem Leben bleibt
Eine Frau vor ihrer Zeit – die berührende Suche nach dem Leben der eigenen Urgroßmutter
1887, tief im Sauerland: Anna Kalthoff kommt nach Cobbenrode, um Lehrerin zu werden – doch sie bleibt es nicht. Sie trotzt Erwartungen, entscheidet selbst über ihr Leben und ihre Liebe. Sie nimmt sich, was sie will: Männer, Arbeit, Freiheit! Zwei Jahrhunderte später rettet Henning Sußebach, ihr Urenkel, sie vor dem Vergessen. Sein Buch ist eine zauberhafte Annäherung an die Vorfahren, ohne deren Mut es uns nicht gäbe.
Wackelkontakt
Funkenschlagend und spannend bis zum finalen Kurzschluss – der neue Roman von Wolf Haas
Franz Escher wartet in seiner Wohnung auf den Elektriker. Um sich die Wartezeit zu vertreiben, liest er ein Buch. Es handelt von dem Mafia-Kronzeugen Elio Russo. Der sitzt im Gefängnis und wartet auf seine Entlassung. Um sich die Wartezeit zu vertreiben, liest er ein Buch. Es handelt von einem gewissen Franz Escher. Er wartet in seiner Wohnung auf den Elektriker. Seine Steckdose hat einen Wackelkontakt.
Eigentum
„Alles hin.“ Die Mutter, das Geld, das Leben. – Der neue Roman von Wolf Haas
Mit liebevoll-grimmigem Witz erzählt Wolf Haas die heillose Geschichte seiner Mutter. 1923 geboren, hat sie erlebt, was Eigentum bedeutet, wenn man es nicht hat. „Dann ist die Inflation gekommen und das Geld war hin.“ Für sie bedeutete das schon als Kind: Armut, Arbeit und sparen, sparen, sparen. Doch nicht einmal für einen Quadratmeter war es je genug. „Ein wunderbares Buch.“ Stefan Kuzmany, Der Spiegel