Lieblingsbuch des Monats
Die beste Lektüre für inspirierende Stunden: Hier stellen wir Ihnen regelmäßig Bücher vor, die spannend, unterhaltsam oder informativ sind. Viel Spaß beim Lesen!
Frauen im Sanatorium
Über Menschen, die das Glück suchen, ohne es wirklich finden zu wollen. Von Fremden und Verlorenen, von Rollen und Erwartungen, und immer wieder von der Kraft des Erzählens und der Liebe.
4 Frauen, 4 Leben, 1 Sanatorium
Anna wollte nicht mehr. Und jetzt ist sie in einem Sanatorium. Dort lernt sie Elif kennen, die sich jeden Tag ein neues Märchen ausdenkt. Sie trifft Marija, die ständig Monologe über ihre tote Mutter hält. Sie begegnet der Soldatin Katharina, die jede Nacht Rotwein mit Wodka trinkt. Und dann ist da noch der Flamingo aus dem Kurpark, dem Anna von ihrer Emigration erzählt. Vor allem aber spricht sie mit ihrem Vogel tagtäglich über die Liebe. Denn die Liebe gibt es überall, gerade und sogar an einem so merkwürdigen Ort wie einer Klinik.
Elegant und in klarer, präziser Sprache erzählt Anna Prizkau von vier sehr unterschiedlichen Frauen, von den Lügen, die unser Leben prägen, und der Notwendigkeit von Geschichten.
Mehr Lieblingsbücher
Anna oder: Was von einem Leben bleibt
Eine Frau vor ihrer Zeit – die berührende Suche nach dem Leben der eigenen Urgroßmutter
1887, tief im Sauerland: Anna Kalthoff kommt nach Cobbenrode, um Lehrerin zu werden – doch sie bleibt es nicht. Sie trotzt Erwartungen, entscheidet selbst über ihr Leben und ihre Liebe. Sie nimmt sich, was sie will: Männer, Arbeit, Freiheit! Zwei Jahrhunderte später rettet Henning Sußebach, ihr Urenkel, sie vor dem Vergessen. Sein Buch ist eine zauberhafte Annäherung an die Vorfahren, ohne deren Mut es uns nicht gäbe.
Wackelkontakt
Funkenschlagend und spannend bis zum finalen Kurzschluss – der neue Roman von Wolf Haas
Franz Escher wartet in seiner Wohnung auf den Elektriker. Um sich die Wartezeit zu vertreiben, liest er ein Buch. Es handelt von dem Mafia-Kronzeugen Elio Russo. Der sitzt im Gefängnis und wartet auf seine Entlassung. Um sich die Wartezeit zu vertreiben, liest er ein Buch. Es handelt von einem gewissen Franz Escher. Er wartet in seiner Wohnung auf den Elektriker. Seine Steckdose hat einen Wackelkontakt.
Eigentum
„Alles hin.“ Die Mutter, das Geld, das Leben. – Der neue Roman von Wolf Haas
Mit liebevoll-grimmigem Witz erzählt Wolf Haas die heillose Geschichte seiner Mutter. 1923 geboren, hat sie erlebt, was Eigentum bedeutet, wenn man es nicht hat. „Dann ist die Inflation gekommen und das Geld war hin.“ Für sie bedeutete das schon als Kind: Armut, Arbeit und sparen, sparen, sparen. Doch nicht einmal für einen Quadratmeter war es je genug. „Ein wunderbares Buch.“ Stefan Kuzmany, Der Spiegel