Liebe Eva Menasse, wie kam es zum neuen Roman?
»Ich – und vermutlich geht es vielen Kolleginnen ähnlich – suche mir die Bücher nicht aus, sondern sie finden und packen mich. Jedes geschriebene Buch bisher hat einen anderen Plan zerstört, die Pläne sind wohl nur dazu da, zunichtegemacht zu werden.
Auch vor »Alleinruhelage« wollte ich etwas ganz anderes schreiben. Doch dann wachte ich eines Morgens auf und sah im Dämmerlicht über mir die Wörter »Haus, ich verkaufe dich« stehen. Hier war er also, der erste Satz, und in ihm schien mitzuschwingen, dass dieses Haus ein Eigenleben, sogar einen Charakter hat, dass man es ansprechen kann und es zumindest mit Gesichtsausdrücken antwortet. Und das gefiel mir schon.«