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Kinder erheben ihre Stimme

„Stomping for Peace“: Kinder werden laut für den Frieden

SOS Stomping Titel

„Stomping for Peace“ ist eine Aktion der SOS-Kinderdörfer, die Kindern eine kraftvolle Möglichkeit bietet, um sich für Gleichaltrige in Kriegs- und Krisengebieten stark zu machen. Indem sie mir ihren Füßen auf den Boden stampfen, erheben sie symbolisch die Stimme für jene, die unter den verheerenden Folgen von Krieg und Gewalt leiden.

Die Aktion „Stomping for Peace“ lenkt den Fokus auf die dramatischen Auswirkungen bewaffneter Konflikte auf junge Menschen und fordert Schutz sowie Sicherheit für alle Kinder, wie es die UN-Kinderrechtskonvention vorsieht.

Dabei erleben die teilnehmenden Kinder durch das aktive Mitmachen selbst, wie stark ihre Botschaft ist. Gemeinsam setzen sie dabei ein klares Zeichen: Es ist ihr Stampfen, das den Boden zum Beben bringt – und nicht die Zerstörung durch Bomben.

Auf diese Weise geben sie Kindern in Krisengebieten eine Stimme. Sie stampfen für den Frieden.

35 Jahre UN-Kinderrechtskonvention: Ein Grund zum Nachdenken

Am 20. November 2024 feierte die UN-Kinderrechtskonvention ihr 35-jähriges Bestehen. Doch anstatt zu feiern, gibt es ernste Gründe, innezuhalten. Trotz internationaler Verpflichtungen werden die Rechte von Millionen Kindern weltweit verletzt. Besonders dramatisch ist die Lage in Konfliktgebieten, wo grundlegende Rechte wie Schutz und Fürsorge oft nur auf dem Papier existieren. Die Konvention fordert, dass jedes Kind unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Lebenssituation das Recht auf Schutz, Bildung und Gesundheit hat.

Die UN-Kinderrechtskonvention von 1989 formuliert Kinderrechte völkerrechtlich verbindlich und gilt für alle jungen Menschen unter 18 Jahren. In 54 Artikeln definiert sie bürgerliche, politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte und teilt diese in drei Kategorien:

  • Förderrechte, die die Versorgung und Entwicklung von Kindern gewährleisten,
  • Schutzrechte, die Kinder vor Gewalt, Missbrauch, Ausbeutung und in Flucht- und Krisensituationen schützen sowie
  • Beteiligungsrechte, die Kindern garantieren, an Entscheidungen, die sie betreffen, beteiligt und gehört zu werden.

Zentrale Prinzipien sind das Kindeswohl, das Diskriminierungsverbot, das Recht auf Leben und Entwicklung sowie auf Partizipation. Der UN-Kinderrechtsausschuss überwacht die Umsetzung und fordert regelmäßige Berichte von den Vertragsstaaten. Die SOS-Kinderdörfer setzen sich mit Nachdruck dafür ein, dass diese Rechte verwirklicht werden.

 

SOS Titel Gaza

Die Lage im Gazastreifen und im Westjordanland ist weiterhin dramatisch. Die SOS-Kinderdörfer unterstützen vor Ort und bieten Zuflucht. Hier erfahren Sie mehr.

400 Millionen Kinder in Konfliktgebieten betroffen

Rund 400 Millionen Kinder leben laut Angaben der Vereinten Nationen derzeit in Konfliktgebieten. Diese Kinder sind täglich Krieg, Gewalt und Ausbeutung ausgesetzt. Sie verlieren ihre Familien, ihre Heimat und oft ihre Hoffnung. Viele tragen körperliche und seelische Wunden, die sie ein Leben lang begleiten. 43 Millionen von ihnen sind gezwungen, aufgrund von Krieg und Verfolgung ihre Heimat zu verlassen. Sie leben in Unsicherheit und werden oft Opfer von Missbrauch oder Menschenhandel.

Kinder in friedlichen Ländern: Mitgefühl und Emotionen

Doch nicht nur Kinder in Krisenregionen sind betroffen. Auch Kinder in friedlichen Ländern verfolgen die Ereignisse über soziale Medien oder Nachrichten. Diese Berichte lösen oft starke Emotionen aus: Angst, Wut und Trauer. Sie stellen Fragen und entwickeln Meinungen zu globalen Konflikten. Hier setzt „Stomping for Peace“ an, indem es Kinder weltweit verbindet und ihnen zeigt, dass sie gemeinsam etwas bewirken können.

Eine globale Bewegung für den Frieden

Die Aktion „Stomping for Peace“ wurde am 27. März 2024 vom SOS-Kinderdorf Belgien ins Leben gerufen. Tausende Kinder stampften an diesem Tag für den Frieden – ein kraftvolles Signal, das schnell internationale Aufmerksamkeit erlangte. Mittlerweile beteiligen sich über 30 Länder an der Aktion. Ziel ist es, Regierungen weltweit zu mobilisieren und an ihre Verantwortung zu erinnern, Kinderrechte zu schützen. Besonders im Fokus steht Artikel 38 der UN-Kinderrechtskonvention, der den Schutz von Kindern in bewaffneten Konflikten fordert. Am 20. November wurde diese Botschaft mit Nachdruck den Vereinten Nationen übermittelt.

 

Warum Kinderrechte schützen?

 

Schutz der Verletzlichsten

Kinder gehören zu den am meisten gefährdeten Gruppen in der Gesellschaft. Sie sind physisch und emotional besonders verletzlich und auf Schutz und Fürsorge angewiesen. Die Wahrung ihrer Rechte schützt sie vor Ausbeutung, Missbrauch und Vernachlässigung.

Hoffnung und Stärke für die Zukunft

Kinder, die in Angst und Unsicherheit aufwachsen, tragen oft ein Leben lang traumatische Erfahrungen mit sich. Diese Traumata wirken sich nicht nur auf das einzelne Kind, sondern auch auf zukünftige Generationen aus. Ein sicheres Umfeld gibt Kindern Hoffnung und stärkt ihren Glauben an die Zukunft.

Investition in die Zukunft

Kinder sind Bürger unserer Gesellschaft, und sie werden mit ihren Ideen und Überzeugungen die Welt von morgen maßgeblich mitgestalten. Wenn wir in ihre Rechte investieren – in Bildung, Gesundheit und Schutz – schaffen wir eine Grundlage für eine bessere und stabilere Welt.

Moralische Verantwortung

Kinderrechte sind Menschenrechte. Es ist unsere moralische Pflicht, sicherzustellen, dass Kinder in Würde und Sicherheit aufwachsen können.

Internationale Verpflichtungen

Die UN-Kinderrechtskonvention und andere internationale Abkommen verpflichten uns, die Rechte der Kinder zu schützen. Regierungen müssen dafür sorgen, dass diese Rechte umgesetzt werden.

Förderung von Chancengleichheit

Jedes Kind hat das Recht auf gleiche Chancen – unabhängig von Herkunft oder sozialem Status. Der Einsatz für Kinderrechte hilft, soziale Ungleichheiten abzubauen und den Kreislauf von Armut und Ausbeutung zu durchbrechen.

 

Gemeinsam für eine gerechtere Welt

Das Eintreten für Kinderrechte ist mehr als nur eine humanitäre Pflicht – es ist der Schlüssel zu einer gerechteren und sichereren Gesellschaft. Aktionen wie „Stomping for Peace“ machen deutlich: Gemeinsam können wir dafür eintreten, dass jedes Kind die Chance haben muss, in einer friedlichen und sicheren Welt aufzuwachsen.

 

SOS Stomping Bild 2

So können Sie sich an „Stomping for Peace“ beteiligen

Ob alleine, mit der Familie, im Verein oder in der Schule – jede:r kann Teil von „Stomping for Peace“ werden. Jede Unterstützung zählt!

Stampfen: Motivieren Sie Kinder, junge Menschen und andere Mitstreiter:innen aus Ihrem Umfeld, wählen Sie einen Ort, einen Tag und eine Zeit und stampfen Sie gemeinsam für den Frieden. 

Basteln: Lassen Sie Ihrer Kreativität gemeinsam mit Kindern freien Lauf: Schilder, Girlanden oder T-Shirts – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Darüber sprechen: Reden Sie mit Kindern über das Thema und ihren Gefühlen dazu. Egal, ob untereinander oder mit anderen. Passende Materialien und Buchtipps gibt’s im Download-Bereich der SOS-Kinderdörfer.

Teilen: Teilen Sie Fotos und Videos von Aktionen rund um „Stomping for Peace“ unter dem Hashtag #StompingForPeace auf Social Media und verlinken Sie die SOS-Kinderdörfer @soskinderdoerfer.

 

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